Dichtheitsprüfung

Dichtheitsnachweise sind SINNVOLL und WIRTSCHAFTLICH!

Bis 31.12.2015 müssen alle Kanäle, egal ob privat, gewerblich oder öffentlich geprüft sein.

Das sieht die entsprechende Norm vor (DIN EN 1610, DIN 1986 Teil 30, A 139, M143-6).

Abhängig von der Stadt bzw. Gemeinde wird die Norm umgesetzt.

Jedoch wird der "Kanalbetreiber" über kurz oder lang nicht umhin kommen, seinen Kanal prüfen zu lassen.

Bei Neubauten sowie Sanierungsmaßnahmen ist eine Prüfung sofort fällig.

Sinnvoll oder Unsinn?

Viele mögen sich nach dem Sinn eines solchen Unterfangens fragen.
Einige Tropfen Abwasser im Erdreich können ja keinen besonders großen Schaden anrichten.

Gesamt betrachtet sieht die Situation deutlich bedenklicher aus.

Nach Erhebungen der DWA gibt es in Deutschland einen Grundleitungsbestand im privaten Bereich von 7 Millionen Kilometern (7.000.000 km), von denen ca. 70%- 90% undicht sind.

Man kann sich also ansatzweise vorstellen, wieviele Millionen Liter Abwasser im Erdreich versickern und so die Qualität des Grundwassers beeinträchtigen.

Wie wird eine Dichtheitsprüfung durchgeführt?

Sämtliche Rohrenden werden verschlossen.
Anschließend wird das Rohr mittels Luft oder Wasser unter Druck gesetzt.
Fällt derDruck in einer vorgegebenen Prüfzeit nicht unter einen in der entsprechenden Norm vorgegebenen Wert, gilt das Rohr als Dicht.

Für Häuslebauer

Nach Erstellung der Grundleitung durch Ihre Baufirma bzw. Ihren Bauträger sollten Sie sämtliche Leitungen prüfen lassen. Denn ist die Leitung undicht, können Sie die Baufirma bzw. den Bauträger in die Gewährleistung nehmen. Stellen Sie eine Undichtigkeit erst in einigen Jahren fest, wird es schwierig, einen Nachweis über mangelhafte Ausführung zu liefern. Weiterhin übersteigen die Kosten für eine Sanierung die Kosten für eine Dichtheitsprüfung um ein vielfaches.

Video Dichtheitsprüfung